Arthrosetherapie | Hyaluronsäure

Die konservative Therapie bei einer Arthrose umfasst mehrere Pfeiler:

1. Bewegung und Kräftigung

Nährstoffe werden über die Blutgefäße zum Gelenk transportiert, können jedoch nicht direkt vom Gelenkknorpel aus der Blutbahn aufgenommen werden, da dieser keine Blutgefäße besitzt. Die Nährstoffe werden an die Gelenkflüssigkeit abgegeben und können dann aus dieser Gelenkflüssigkeit vom Knorpel aufgenommen werden ("Diffusion"). Bewegung unterstützt diese Nahrungsaufnahme.

Die Bewegung sollte nicht belastend sein, insbesondere Bewegung im Wasser ist hier zu empfehlen, da das Wasser auch die Belastung durch das Körpereigengewicht senkt: Wassergymnastik, Aqua-Jogging oder Aqua-Cycling sind besonders schonend.

Ansonsten ist Radfahren mit höherer Frequenz und niedriger Intensität eine gute Sportart bei Arthrose.

Aber nicht nur Bewegung ist wichtig, auch Muskelkräftigung ist bei Arthrose entscheidend. Ein kräftiger Muskelmantel schützt das Gelenk, er wirkt als Stoßdämpfer. Ein gutes Anschauungsbeispiel bietet hier das Auto: ein kräftiger Stoßdämpfer (=Muskulatur) entlastet die Karosserie (=Knorpel und Knochen).
Daher empfehlen wir ein gesundheitsorientiertes Krafttraining in einem Fitness-Studio, das sich mit dem Thema Arthrose auskennt.

2. Ernährung und Nahrungsergänzung

Um die Entzündung bei Arthrose zu gibt es verschiedene entzündungs- und schmerzhemmende Vitamine, Spurelemente, Gewürze und Kräuter, als Nahrungsergänzung profitieren die Patienten von Chondroitinsulfat und Gluosaminsulfat, Kollagen und Kieselsäure. Hierfür gibt es auf dem Markt verschiedene Nahrungsergänzungspräparate.

3. Medikamente

Im akuten Entzündungsstadium müssen häufig sogenannte NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) wie Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac eingenommen werden. Diese sollten jedoch nur als Kurztherapie im akuten Schub eingesetzt werden. Manchmal hilft eine Cortisonspritze in das Gelenk, um die Entzündung und den Schmerz zu reduzieren.

Eine Alternative zu NSAR bietet Teufelskrallen-Extrakt. Es handelt sich um einen Pflanzenstoff, der die Entzündung hemmt und Schmerzen reduziert. 

4. Hyaluronsäuretherapie

Hyaluronsäure ist der Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit und findet sich auch im Knorpel wieder. Wenn man Hyaluronsäure in das Gelenk spritzt, verbessert sich die Gleitfähigkeit des Gelenks und der Knorpel wird durch die Hyaluronsäure widerstandsfähiger, der weitere Verschleiß wird gebremst. Die Entzündung im Gelenk wird reduziert, die Arthrosebeschwerden gebessert.